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Ortsbegehung und Bürgergespräch in Bergnassau-Scheuern

25. Oktober 2013

Zahlreiche Bewohner aus Bergnassau-Scheuern beteiligten sich an der Ortsbegehung, zu der die SPD eingeladen hatte. Die Stationen waren die neue Kinderkrippe, das Wohngebiet Schiesgärten, die Ringmauer, der Ortskern mit der Minor'sche Mühle und der Philosophenweg. Bereits unterwegs äußerten die Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Anregungen und Fragen. Im Anschluss an den Rundgang wurde die Versammlung mit einem Bürgergespräch fortgesetzt.

Für die SPD begrüßte Herbert Baum die Scheuerner Bürger, Vertreter der Ortsvereine, den Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Frank Puchtler, den Dorferneuerungsbeauftragten des Rhein-Lahn-Kreises Benedikt Friesenhahn, den Vertreter der Stiftung Scheuern Hermann Normann, sowie Mitglieder des Stadtrates. In dem sachlich verlaufenden Gespräch kamen zahlreiche Anliegen der Bürger zur Sprache. Lothar Hofmann, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, betonte den Willen der SPD, diese Anliegen weiter voran zu bringen.

Philosophenweg und Alte Schule: Anträge für Maßnahmen sind gestellt

Der Abgeordnete Puchtler nutzte das Bürgergespräch in Scheuern, um auf die Wichtigkeit der Dorferneuerung für die Ortsgemeinschaft hinzuweisen. Benedikt Friesenhahn informierte über die Fördermöglichkeiten, welche das Dorferneuerungskonzept von Bergnassau-Scheuern biete. Aktuell, so Friesenhahn, liege der Kreisverwaltung ein Antrag für die Alte Schule vor. Er beinhalte Maßnahmen zur Wärmedämmung und eine Sanierung des Anbaus. Der Antrag werde vom Rhein-Lahn-Kreis mit einer positiven Stellungnahme weitergeleitet. Sowohl Frank Puchtler wie Benedikt Friesenhahn wiesen darauf hin, dass Maßnahmen behindertengerecht sein müssen, um gefördert werden zu können.

Zu einem weiteren Anliegen, dem Philosophenweg, konnte der Vertreter des Rhein-Lahn-Kreises berichten, dass ein Antrag aus dem Investitionsstock über 81.000 Euro vorliegt. Es werden zurzeit Stellungnahmen von Fachabteilungen eingeholt. Friesenhahn geht davon aus, dass auch dieser Antrag mit einem positiven Attest weitergeleitet wird. Walter Ellermeyer, Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat, will sich dafür einsetzen, dass die Verwaltung in Nassau die Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahme bescheinigt. Zumal, so das Ergebnis der Ortsbegehung, die Mauerteile noch genauso im Bachbett liegen, wie sie im Dezember letzten Jahres hineingestürzt sind. Ein Einsturz des nächsten Mauerstückes ist jederzeit zu befürchten. Lothar Hofmann betonte die Absicht der SPD-Fraktion, sich wie bisher für den Philosophenweg einzusetzen, der von Horst Garbe treffend zum „Stadtkulturerbe“ erhoben wurde.

Ringmauer und Weg am Mühlgraben: SPD nimmt weitere Anliegen auf

In der konstruktiven Aussprache wurden zusätzliche Anliegen der Bürger von Bergnassau-Scheuern vorgebracht. Zum einen ist der Bewuchs, welcher die betagte Ringmauer überwuchert, zu entfernen. Sonst, so eine Anwohnerin, drohe der fünfhundert Jahre alten Mauer das gleiche Schicksal wie der Mauer am Philosophenweg. Ein Anlieger der Ringmauer hatte die Frage an Benedikt Friesenhahn, ob gemeinsame Vorhaben von Kommune und Privaten gefördert werden. Friesenhahn bot bei einem konkreten Vorhaben die Unterstützung an.

Von Regine Bergmann wurde darauf hingewiesen, dass der öffentliche Fußweg zwischen Scheuern und Bergnassau durch die Schiesgärten nur schlecht unterhalten werde und nicht ausgeschildert sei. Daran schlossen sich zahlreiche Äußerungen an, die einen Ausbau eines Fußweges entlang des Mühlgrabens forderten. Der Weg durch die Viehtrift sei nicht sicher genug, zumal Kinder, ältere Menschen, Behinderte und auswärtige Wandergruppen durch zunehmenden Autoverkehr immer stärker beeinträchtigt werden. Es kam die berechtigte Frage, ob ein solcher Weg aus Mitteln der Dorferneuerung gefördert werden kann.

Der Abgeordnete Frank Puchtler und Herbert Baum für den SPD-Ortsverein zeigten sich erfreut über die engagierte und sachliche Diskussion. Für den Erhalt der Stadtmauer und den Fußweg am Mühlgraben werde man sich ebenso stark machen wie man auch weiterhin für die Sanierung der Alten Schule und die Wiederherstellung des Philosophenwegs eintrete.

Für Fragen zur Dorferneuerung steht die Kreisverwaltung, Benedikt Friesenhahn, Telefon 02603/972-378, jederzeit gerne zur Verfügung.

Einige Fotos von der Ortsbegehung ...

Der Scheuerner Ortskern ist gut in Schuss, hier und da kann die Förderung aus der Dorferneuerung aber noch zum Zuge kommen.

Scheuerner Bürger im Gespräch mit dem Abgeordneten Frank Puchtler (Mitte).

Noch während der Begehung ... Fragen an den Dorferneuerungsbeauftragten Benedikt Friesenhahn (Mitte).

Auch der Zustand des Philosophenweges war Gesprächsthema mit dem Dorferneuerungsbeauftragten.

Auf dem Weg zum Versammlungsraum ...

... wo das Bürgergespräch fortgesetzt wurde.